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Aktuelles

Neues Konzept für den Kinder- und Babysitterkurs des Kinderschutzbundes

Beitrag vom 12. Mai 2026

 „Du hast Lust auf Babysitten und möchtest Sicherheit und Souveränität für diesen Job gewinnen?“ fragte der Kinderschutzbund und lud damit junge Leute ab 14 zum „Abenteuer Kinder- und Babysitten“ ein. Elf  Teilnehmerinnen haben sich für den Kurs angemeldet und Julia Stern freut sich darüber: „Seit vier Jahrzehnten gehört der Babysitterkurs zum Basisangebot des KSB und Hunderte von jungen Mädchen wurden bereits ausgebildet. Jetzt ist es Zeit für ein neues, gestrafftes Konzept, in dem aber die bewährten Strukturen erhalten bleiben“. Dabei wurde das Kursprogramm auf zwei Samstage begrenzt, an denen die Teilnehmerinnen alles Wichtige lernten, nicht nur in der Betreuung und Pflege von Babys, sondern auch bei größeren Kindern.

„Zuverlässigkeit, gute Umgangsformen und ein Herz für Kinder sind die Voraussetzungen für einen guten Babysitter“, betonte Kursleiterin Theresa Sackmann, die auf eine langjährige Erfahrung als Erzieherin und  Mutter  zurückblicken kann. „In der Praxis kommt es darauf an, die erzieherischen Grundregeln zu kennen und auf einer vertrauensvollen Basis altersgemäß mit den Kindern umzugehen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und darauf einzugehen“. Sie vermittelte diese Grundregeln praxisnah und anschaulich, und zeigte die Spielräume der Beschäftigungs-Möglichkeiten für Kinder auf. Auch die psychologischen Grundregeln kamen zur Sprache. 

Theresa Sackmann  wurde von erfahrenen Fachkräften unterstützt, die ihr Fachwissen auf neuestem Stand vermittelten. So ist der Kinderarzt Dr. Georg Handwerker schon von Anfang an der qualifizierte Referent für Hilfe bei Erkrankungen und Unfällen bei Kindern. „Zur Sicherheit braucht ein Babysitter immer den telefonischen Kontakt mit den Eltern, um im Ernstfall nachfragen zu können“, betonte er, „ebenso wichtig ist bei Unfällen die griffbereite Notrufnummer 112“. Für die meisten  kleinen Notfälle von Nasenbluten und Erbrechen bis zu „normalen Alltagsverletzungen“ hatte der Kinderarzt das passende Rezept.

Die erfahrene Hebamme Ramona Steckermeier gab einen Einblick in die pflegerischen Grundregeln bei Säuglingen und Kleinkindern auf dem neuen Wissensstand mit vielen wertvollen Tipps aus der Praxis.

Maxine (Bild Mitte vorn) ist begeistert von den wertvollen Informationen in diesem Kurs: „Das ist eine wichtige Ergänzung  zu meiner Ausbildung als Heilerziehungspflegerin“, erklärte sie.

Funda (rechts) hat mit ihrem eigenen Sohn und auch als  Babysitterin im Bekanntenkreis schon Erfahrung gesammelt, mit ihrem „Zertifikat als Geprüfter Kinder- und Babysitter“ möchte sie gern einen Job daraus machen.

Mit dem Zertifikat des Kinderschutzbundes werden die ausgebildeten Kinder- und Babysitter in eine Liste aufgenommen, die von den Eltern beim Kinderschutzbund unter Telefon 0851-2559 angefordert werden kann.   

Glücksmomente im Römermuseum

Beitrag vom 12. Mai 2026

Im idyllischen Garten des Römermuseums nahm Museumspädagogin Eva Sattlegger 24 wissbegierige Kinder in Empfang, die auf den Spuren der alten Römer neue „Glücksmomente“ erlebten. Begleitet wurden sie  von Mandy Hieke und den KSB-Betreuerinnen Barbara Dorfner, Hannelore Kohn und Catharine Salmansberger.

Die aufregende Reise in die Vergangenheit begann mit der Frage: Wann waren die Römer in Passau? Die Kinder fanden die Antwort selbst heraus: Auf einem Zeitstrahl,  einem besonderen Meterstab, der 2000 Jahre misst, erkannten sie, dass sie auf dem Fundament des spätrömischen Kastells Boiotro von 300 n. Chr. standen. Da beschlich sie ein ehrfürchtiges Staunen, das ihre Neugier so richtig anheizte.

Auf einer Landkarte konnten sie die sagenhafte Größe des Römischen Reichs abmessen und sahen, dass  Passau am Rande des Reiches gelegen hat. „Die Römer stecken  noch in unserem Alltag“, erklärte die Museumspädagogin, „wir benutzen jeden Tag etwas, das wir von damals beibehalten haben!“  Den Kalender zum Beispiel und die Namen für die Monate, die von Kaisern, Göttern und Zahlen stammen. Die Kinder staunten, als ihnen klar wurde, dass sie römische Zahlen kennen und jeden Tag die lateinischen Buchstaben verwenden, ohne sich dessen bewusst zu sein.  Geschrieben wurde damals nicht auf Papier sondern zum Beispiel auf Papyrus, Pergament oder einer kleinen Wachstafel. Und die Mega-Überraschung für alle: Die Kinder hatten  früher fast die gleichen Spielsachen wie heute - Puppen, Wagen oder Tierfiguren. Nur mit dem Unterschied, dass sie heute meist aus Plastik sind und damals aus Holz, Ton oder Knochen waren.

Im Dachgeschoss entdeckten sie Objekte,  die die Bewohner von Passau vor 1700 Jahren täglich in den Händen hielten, denn die Funde im Museum stammen alle aus Passau und der direkten Umgebung. Da gab es Schüsseln aus Ton, kleine und große Messer aus Metall und Flaschen aus Glas. Die Kinder durften  an einer besonderen Flasche mit einer Soße schnuppern, die die Römer sehr gerne mochten. Alle rümpften die Nase - aber einer erriet es sofort: „Das riecht wie vergammelte Fischsoße!“

Am Ende schauten sich noch alle an,  was so ein römischer Soldat anhatte. Eine Decke mit vier Löchern und einer Kordel entpuppte sich als typische römische Tunika. Darüber kam das Kettenhemd, das jedes Kind über die Schultern legen. durfte. "Super leicht" war der Befund der Kinder – dabei wog ein solches Kettenhemd 10 bis 15 Kilo! 

Als ein paar besonders interessierte kleine Besucher noch das UNESCO-Welterbe angeschaut hatten, verabschiedete Eva Sattlegger die fröhliche Bande mit einem römischen Spiel, dem beliebten Nusswerfen. Das gleiche machen die Kinder heute mit Murmeln.

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